Wie alles begann:
Durch Gerüchte und Informationen alarmiert haben das Ehepaar Doris und Mark Lehmann sowie Uschi und Peter Rang im Herbst 2015 die Brunstorfer Bürger über das von Teilen des Gemeinderates heimlich vorangetriebene Thema Windkraft mit einem Abstand von 800m bei 200m Höhe auf Brunstorfer Flächen informiert.

Daraufhin wurde am 09.Dezember 2015 – auf Betreiben des Gründungskomitees – die Bürgerinitiative Gegenwind Brunstorf gegründet.

Bei dieser Veranstaltung wurden zwei Filme gezeigt:
Der erste Film – ein 3 Minuten Beitrag aus dem Schleswig-Holstein Regionalprogramm – berichtete über die Schäden, die offenbar beim Rammen der Fundamente für WKA in Dithmarschen an mehreren Häusern in 800 m Abstand entstanden sind.

Der zweite Film – „Windiges Geld“ – berichtete über die (heimlichen) Absprachen der Windkrafterbauer und -Betreiberin einer Region in Dithmarschen mit den Bauern und Landwirten, die Flächen dort dafür zur Verfügung stellten. In dem sehr ruhigen und sachlichen Beitrag wurde über die sehr hohen Fördergelder für Windkraft informiert und die Folgen des daraus resultierenden „Windwahns“ für die betroffene Bevölkerung.

Beide Filme führten anschließend zu einer intensiven Diskussion in deren Verlauf klar wurde, dass sich die anwesenden Bewohner fühlten wie in dem 2. Film. Auch die Art der heimlichen Absprachen passte zu der hiesigen Situation. Viele Anwesende wußten gar nichts von der aktuellen Situation – hatte doch im Jahr 2011 der Gemeinderat Brunstorf eindeutig und mit Stimmenmehrheit GEGEN WKA auf dem Gebiet rund um Brunstorf entschieden. Schon damals hatte das Ehepaar Doris und Mark Lehmann die Bewohner auf die angedachte Erbauung von mehreren WKA auf dem selben Feld noch kurzfristig hinweisen können.

Das sich die gesetzlichen Voraussetzungen durch ein Gerichtsurteil des OVG im Jahr 2015 komplett verändert hatten und damit die Gemeinderatsbeschlüsse von 2011 keine Rechtssicherheit mehr boten war den meisten gar nicht so richtig bekannt oder bewußt.

Wie ging es weiter:
Ganz viele Helfer und Unterstützer haben die Bürgerinitiative mit Informationen, Kontakten, Berichten und weiteren Ansprechpartnern versorgt. Es wurde immer wieder miteinander geredet. Die Gemeinderatssitzung im Dezember führte dann dazu, dass die Forderung der Bürger nach Veröffentlichung der verbindlichen Termine der Gemeinderatssitzungen und der anschließenden Sitzungsprotokolle ab sofort auf der Homepage von Brunstorf umgesetzt und eingerichtet wurde. Bei dieser Sitzung machten die anwesenden Bürger auch ihren Unmut deutlich über die ganze Art und Weise und den heimlichen Ablauf im Gemeinderat zu den neuen WKA.

Diese Sitzung führte schließlich zu einer schnellen und äußerst eindeutigen Resolution der Bürger gegen die WKA:
An nur 2 Nachmittagen (Sonntag und Montag) im Dezember – und ohne alle wahlberechtigten Bewohner tatsächlich angetroffen zu haben – erhielt die Bürgerinitiative eine beeindruckende Zahl an Stimmen für die Resolution: 258 Brunstorfer unterzeichneten die Forderung nach einer Resolution! Das sind fast 60% aller wahlberechtigten Brunstorfer (Voraussetzung ca. 480 über 18 Jahre)!

Diese Resolution (den Text finden Sie in unserem Download-Center) wurde anschließend im Original an den Ministerpräsidenten der Landesregierung nach Kiel geschickt und als Kopie (ohne Namens-Liste) an den Leiter des Amtes Schwarzenbek-Land, Herrn Hansen sowie Brunstorfs Bürgermeister Frank Lütten. Die Bestätigung des Erhalts in der Kieler Landesregierung erfolgte mit Datum vom 30.12.21015 per Post.

Am 07.01.2015 folgte die nächste Veranstaltung der Bürgerinitiative Gegenwind Brunstorf zum Thema:
„WKA: Lärm, Technik (was bedeutet das für unsere Häuser) und unsere Gesundheit“

Mit den bekannten, Gegenwind-Erfahrenen und mittlerweile bundesweit engagierten Referenten Hr. Gerhard Artinger und Fr. Dr. Susanne Kirchhof informierten zwei kompetente Vortragende, die selber jeweils in Bargteheide und Kiel in Gegenwind-Initiativen sehr viel eigene Erfahrung gesammelt haben, über Infraschall aus technischer Sicht und Berechnung und aus der Sicht einer betroffenen Bürgerin und Mutter mit einem Kleinkind.

Der technische Vortrag des Herrn Artinger war nicht ganz einfach und machte die Komplexität dieses Themas und die gesetzlichen Widersprüche für Betreiber und Gegner deutlich. Es erklärte, warum mit der angewandten und gesetzlichen Berechnung db(a) das Thema Infraschall für die Betreiber umgangen wird und für die betroffenen Bewohner in der Gegend zum gesundheitlichen Problem.

Das Fazit bei dem Thema Infraschall: pro Höhenmeter = 10m Abstand! Das bedeutet: 2000m Abstand zum Dorf!

Der Vortrag von Fr. Dr. Kirchhof aus der Sicht einer unmittelbar betroffenen Bewohnerin und auch betroffenen Mutter von kleinen Kindern, die mit dem Abstand von 800m bei 180m hohen Anlagen seit einigen Jahren leben muß, hat die rund 120 Besucher der Veranstaltung sehr beeindruckt. Die allgemeinen Diskussionen im Anschluß an die Veranstaltung machten das Erschrecken der Zuhörer deutlich. Bei dieser Veranstaltung wurde das erste Mal zu Spenden aufgerufen.

Im Nachgang gab es Spenden auf ganz viele verschiedene Arten. Es kam eine erste gute Summe zustande. Und es kamen verschiedene Hilfsangebote – wie zum Beispiel beim weiteren Auf- und Ausbau der Homepage, das kostenlose Erstellen von Bannern und Plakaten oder die Unterstützung bei der Beurteilung der Vorgaben für Natur-, Landschafts- und Artenschutz.

Wir – die Initiatoren der Bürgerinitiative – sagen allen Unterstützern ganz herzlich „Dankeschön“ für Ihren Einsatz, Ihre Spenden, Ihr Mitmachen und Mitdenken – für alles!


Die ersten Schritte sind gegangen. Wir – die Bewohner von Brunstorf – haben dem Gemeinderat und der Landesregierung gesagt und gezeigt, was wir von den Verantwortlichen erwarten. Wir werden diese Erwartungen stetig untermauern und nicht aufhören die Fakten und Informationen zusammenzutragen, damit alle Bürger über wirklich alle Wahrheiten Informiert werden!

Was brauchen wir jetzt als nächstes?
Wenn Sie sich an der Initiative beteiligen möchten, jemanden kennen der früher mal WKA geplant und gebaut hat und der aus Überzeugung aus der Szene ausgestiegen ist und nun darüber berichten mag, oder wenn Sie jemanden kennen, der sich mit dem Artenschutz im Allgemeinen und dem Schutzgebiet „Hohes Elbufer“ auskennt. . Der etwas über die Vogel-FLUG-Routen weiß und darüber berichten kann. . dann melden Sie sich bei uns!

Sie haben eine Idee zu den genannten Fragen? Und Sie haben weitere Ideen für die Homepage? Hinweise auf aktuelle Berichte, Videos, Presse- und Medienberichte? Dann melden Sie sich bitte über info@gegenwind-brunstorf.de

Vielen Dank.

Ihre Doris Lehmann